Erste Schritte in der Schulpsychologie


Häufige Fragen

1) Ich möchte als Schulpsychologin / Schulpsychologe arbeiten. Wie gelingt mir der Berufseinstieg?


Um schulpsychologisch arbeiten zu können, wird ein Universitätsabschluss in Psychologie (Diplom oder Master) verlangt. Die Eberhard-Karls-Universität Tübingen bietet einen eigenen Masterstudiengang "Schulpsychologie" an, es sind jedoch auch viele andere Masterstudiengänge, z. B. mit entwicklungspsychologischen, klinischen, lernpsychologischen oder pädagogisch-psychologischen Schwerpunkten für einen Einstieg in die Schulpsychologie geeignet.

Sinnvoll ist es außerdem, möglichst parallel zum Studium bereits ein oder mehrere Praktika in einer Schulpsychologischen Beratungsstelle zu absolvieren. Eine beraterische und/oder therapeutische Weiterbildung stellt keine Einstellungsvoraussetzung dar, kann aber dennoch sinnvoll sein, um die eigenen Chancen zu erhöhen.

Eine Sonderregelung besteht im Bundesland Bayern: Hier wird von angehenden Schulpsychologen/-innen ein Doppelstudium (Psychologie und Lehramt) erwartet. "Schulpsychologie" kann dabei als Erweiterung im Rahmen des Lehramtsstudiums studiert werden, z. B. an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Da die Studienlandschaft einem ständigen Wandel unterworfen ist, können die Informationen auf dieser Seite bereits veraltet sein. Es empfiehlt sich daher die Nutzung eines einschlägigen Portals wie Studienwahl.de zur Information bezüglich aktueller Studienmöglichkeiten.

2) Wie sind derzeit die Einstellungschancen?


Diese Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Grundsätzlich gilt, dass die Schulpsychologie als Unterstützungssystem und damit die Anzahl der zur Verfügung stehenden Stellen an politische Entscheidungen gekoppelt ist und es in der Vergangenheit in jedem Bundesland Zeiten des Ausbaus bzw. des Rückbaus gab. Eine allgemeine Prognose derzeitiger oder künftiger Chancen ist daher nur schwerlich möglich. Teilweise verfügen die Landesverbände über länderspezifische Informationen zu aktuellen Entwicklungen. Grundsätzlich erscheint es sinnvoll, nicht "alles auf eine Karte zu setzen", d. h. eine gewisse geographische Flexibilität und etwas Ausdauer mitzubringen.
Informationen über aktuelle Stellenangebote sind auf unseren Seiten verfügbar.

4) Mit welchen Themen beschäftigt sich die Schulpsychologie?


Sie finden hierzu zahlreiche Informationen auf unseren Seiten. Gerne können Sie auch die Seiten für Eltern, Lehrkräfte und Schüler/innen nutzen, um sich einzuarbeiten.

3) Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?


Fortbildungsmöglichkeiten gibt es viele: Schulpsychologie der Deutschen Psychologen Akademie des BDP, Berater- und Gesprächsführungsausbildungen von verschiedenen Anbietern, Fortbildungen zum Thema Systemberatung etc. Vorausgesetzt werden diese Fortbildungen bei der Einstellung aber in der Regel nicht!

Die Deutsche Psychologen Akademie bietet in Zusammenarbeit mit der Sektion Schulpsychologie des BDP das Curriculum Schulpsychologie an. Es richtet sich an Diplom-PsychologInnen und Master in Psychologie. Mit einer Absolvierung erwerben Sie eine Grundqualifikation für das gesamte schulpsychologische Arbeitsfeld. Ebenfalls im  Programm der Deutschen Psychologen Akademie sind  ein- bis zweitägige Seminare zu schulpsychologischen Themen, um einen ersten Einblick in spezielle Bereiche schulpsychologischer Tätigkeit zu ermöglichen.