Schulunlust und Schulverweigerung

Häufige Fragen

1) Mein Kind sagt immer häufiger, dass es nicht zur Schule gehen möchte. Ob es nur Faulheit oder auch Angst ist, kann ich nicht genau feststellen. Was können


Es ist wichtig, die Gründe für die die Schulvermeidung herauszufinden. Manche Kinder haben sehr gute Gründe, nicht in die Schule zu wollen: Sie werden von Mitschülern gemobbt oder abgezogen, sie haben Angst vor zu strengen Lehrern oder sind von den Lerninhalten überfordert. Wenn Ihr Kind berechtigte Ängste vor der Schule hat, sollten Sie dem gemeinsam nachgehen und z.B. dafür sorgen, dass Ihr Kind vor Übergriffen geschützt wird und eine Schulform besucht, die seinen Fähigkeiten angemessen ist.
In keinem Fall sollten Sie das Schwänzen Ihres Kindes unterstützen – der Schulbesuch wird dadurch immer nur noch schwerer zu bewältigen! Wenn Sie in Gesprächen mit Ihrem Kind und dessen Lehrern nicht weiterkommen, stellen Sie Ihr Kind zeitnah einem Schulpsychologen, einem Kinder- und Jugendpsychiater oder einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten vor.

2) Wir kommen mit der Grundschullehrerin unseres Kindes überhaupt nicht klar! Sie ist nicht besonders herzlich und mit vielen Lehrmethoden sind wir auch nicht einverstanden. Was können wir tun?


Die wichtigste Frage muss erst mal lauten: Kommt Ihr Kind denn mit der Lehrerin klar? Wenn zwischen Schüler und Lehrerin eine gute Beziehung besteht, sollte man als Elternteil versuchen, seine Kritik etwas zurück zu halten! Anders sieht es sicherlich aus, wenn das Kind häufig von sich aus über die Lehrerin klagt und vielleicht sogar Angst vor ihr hat. Dem sollten Sie auf jeden Fall auf den Grund gehen und das Gespräch suchen.
Die Pädagogik entwickelt sich – wie alle Wissenschaften – laufend weiter, deshalb ist es ganz natürlich, dass Ihnen manche Lehrmethoden neu und vielleicht komisch vorkommen. Hier ist die Lehrerin Fachfrau, die Sie sicher über manche Dinge informieren sollte, die aber in letzter Konsequenz entscheiden soll und darf, wie den Kindern bestimmte Inhalte vermittelt werden.
Speziellere Fragen zu dem Thema können Sie gerne an unsere Emailberatung senden!

3) Mein Kind gibt ganz schnell auf, wenn es auf Schwierigkeiten stößt. Was kann ich meinem Kind helfen?


Kinder lernen meistens durch Vorbilder. Wenn Sie Ihrem Kind helfen wollen, dann setzen Sie sich mit dem Kind zusammen hin und versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Dinge zu tun, die auch Ihnen nicht von vornherein geläufig sind. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man zu einem Ziel kommt, wenn man Ausdauer an den Tag legt.
Sie erreichen das Gegenteil, wenn Sie ungeduldig auf die scheinbare Begriffsstutzigkeit reagieren, die u. U. nur da ist, weil Ihr Kind z. B. Angst davor hat, etwas falsch zu machen bzw. Ihnen gerne imponieren würde, aber sich nicht traut.

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  • Hilfe, mein Kind will nicht zur Schule!
    Was kann ich tun, wenn mein Kind nicht zur Schule gehen möchte? Welche Hilfen gibt es, wenn mein Kind die Schule verweigert?
    (Dipl. Psych. Dr. Nicole Berger)
    2 Seiten DIN A4
    Dateigröße: 81 KB


Links

  • Zweite Chance
    Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gesteuerte Programm für schulverweigernde Jugendliche wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
  • Flex-Fernschule
    An der Flex-Fernschule können der Hauptschulabschluss und der mittlere Bildungsabschluss (Realschulabschluss) erworben werden.