Schulnoten und Schulversagen

Häufige Fragen

1) Wie kann ich verhindern, dass mein Kind das gleiche Schulversagensschicksal wie mein Bruder erlebt?


Selbstverständlich möchten Sie Ihrem Kind ersparen, die selben schlechten Erfahrungen zu machen. Leider können Befürchtungen dieser Art jedoch tatsächlich dazu führen, dass das gefürchtete Ereignis eintritt ("sich selbst erfüllende Prophezeiung"). Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass Ihr Kind ein selbstständiger Mensch mit eigenen Interessen, Stärken und Schwächen ist und ihm die Freiräume zu gewähren, sich zu entwickeln. Ein ständiges Vergleichen wirkt dabei eher einschränkend. Am besten können Sie Ihr Kind unterstützen, in dem Sie ihm Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten signalisieren und vorleben.

2) Was kann ich tun, wenn mein Kind mit schlechten Noten nach Hause kommt?


Auch wenn Ihr Kind möglicherweise den Anschein erweckt, den schlechten Noten gleichgültig gegenüberzustehen, so ist dies in den meisten Fällen nicht der Fall. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nach Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten. Fragen Sie es, welche Hilfe es sich von Ihnen wünscht. Vielleicht helfen Ihnen auch unsere Hinweise im Download-Bereich weiter.

3) Ist es falsch, wenn ich hoffe, dass mein Kind einmal das erreicht, was mir versagt blieb?


Verständlicherweise möchten Eltern das Beste für ihr Kind. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dadurch ein hoher Erwartungsdruck entsteht, zum Beispiel wenn erhofft wird, dass das Kind einen höheren Schulabschluss erreicht, als seine Eltern. Dieser Druck kann beim Kind zu Ängsten und Verweigerungshaltung führen. Auch hier gilt: Am besten unterstützen Sie Ihr Kind, in dem Sie ihm Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten signalisieren und vorleben.


Downloads

  • Was tun bei schlechten Noten?
    Der Text zeigt Handlungsmöglichkeiten für Eltern bei dauerhaft schlechten Noten und Schulversagen auf. Von Schulpsychologin Dr. Nicole Berger.

    Dateigröße: 82 KB
  • Schule vorbei! Und was jetzt?
    Garmin Wendt interviewt Lothar Dunkel, Schulpsychologe. Der Artikel erschien erstmals in der Neuen Presse - Hannover am 26. 06. 2013.
    Dateigröße: 0,99 MB
  • Schulnoten aus schulpsychologischer Sicht
    Wenn im Sommer die Versetzungszeugnisse ins Haus stehen, flackert damit auch die alljährliche Diskussion über Schulnoten wieder auf.
    Sie sollen nachvollziehbar, gerecht und justiziabel sein.
    Man tut so, als wären sie feste und eindeutige Werte. Das sind sie nun aber wirklich nicht! Was sind sie dann?
    Der Text soll zu einer Versachlichung der Diskussion und vielleicht auch zu etwas mehr Gelassenheit beitragen. (Schulpsychologe Albert Zimmermann, Köln)

    Dateigröße: 57 KB


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